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Mehrweg trotz(t) Corona

Logo Bündnis für Mehrweg

Nach einem gelungenen Auftakt des „Bündnis für Mehrweg“ im Januar diesen Jahres in der Handwerkskammer Bremen ist es aufgrund von Corona etwas ruhiger rund ums Bündnis geworden. Denn vor allem im Gastgewerbe sind und waren die Unsicherheiten groß, ob Mehrwegsysteme auch in Zeiten von Corona eingesetzt werden können. Insbesondere im Kontakt mit Lebensmitteln gelten für Mehrwegbehälter besondere Vorschriften, die sicherstellen, dass das Lebensmittel hygienisch transportiert werden kann. Die strengen Anforderungen, die durch Gesundheitsämter überprüft werden, galten auch schon vor Corona und tun es weiterhin. Doch Mehrweg geht über den Transport von Lebensmitteln hinaus.

Foto von Jens Knauer mit Mehrwegverpackungen
Edeka Center Knauer war eines der ersten Mitglieder des Bündnisses, das im Januar diesen Jahres aufgenommen wurde.

Mittlerweile sind 18 Unternehmen Teil des Bündnisses geworden – aufgrund der aktuellen Situation konnten die neuen Mitglieder jedoch nicht ausgezeichnet werden. Die Bandbreite der Unternehmen, die Mehrwegsysteme einsetzen, wird dabei immer vielschichtiger: Neben Airbus, wo vermehrt Mehrwegbecher und -geschirr für die Mitnahme von Kaffee und Speisen aus der Kantine eingesetzt werden, ist auch die F.L.Bodes Nachfolger GmbH & Co. KG ins Netzwerk eingetreten, die den Fisch für ihre Kundschaft nun in Mehrwegbehältern verpackt und in dem Zuge am Projekt „Klimaschutz is(s)t Mehrweg (KIM)" des BUND teilnimmt. In den Unverpacktläden Füllerei Findorff und dem Glückswinkel Bremerhaven versteht sich von selbst, dass keine Einwegverpackungen zum Einsatz kommen. Die hautquartier GmbH & Co. KG und Martha's Corner achten bei der Abfüllung ihrer Kosmetikprodukte ebenfalls auf einen reduzierten Ressourcenverbrauch, indem beispielsweise Rohstoffe in Großgebinden eingekauft, private Behältnisse nachgefüllt werden sowie Kunststoffprodukte höher bepreist sind. An einer Mehrweg-Strategie für den Findorffer Wochenmarkt arbeitet indes die Klimazone Findorff mit dem Projekt „Findorff geht voran". Um die Akzeptanz für Mehrweglösungen zu erhöhen, Aufklärungsarbeit zu leisten und weitere Betriebe zum Mitmachen zu motivieren, sind weitere Veranstaltungen geplant. So soll neben der virtuellen Auszeichnung der neuen Mitglieder demnächst eine Online-Vortragsreihe rund um die Themen Kunststoffe, Ressourcenverbrauch und Mehrweg angeboten werden.