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  • 2020-01-02 Umweltressort fördert Innovationsprojekt der Deutschen See GmbH

Umweltressort fördert Innovationsprojekt der Deutschen See GmbH

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(v.r.n.l.): Dr. Diana Wehlau (SKUMS), Dipl.-Ing. Ann-Kathrin Rohde (BIBA), Ulrich Grewe (Deutsche See), Dr. Ramona Bosse (Hochschule BHV) und Guido Ketschau (BIS). © Deutsche See

"Manufaktur 4.0" heißt das neue Innovationsprojekt, das im Rahmen der Ausschreibung des Programms zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken (PFAU) der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mit einem Zuschuss von 494.000 Euro gefördert wird. Davon kommen 270.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Die Deutsche See GmbH wird in dem Verbundprojekt zusammen mit der Hochschule Bremerhaven und dem Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) eine qualitätsorientierte Produktionssteuerung und -optimierung in der Feinkostbranche entwickeln. Dies soll zu einer deutlichen Steigerung der Produktqualität und einer Verbesserung der Ressourcennutzung führen. Ziel der optimierten Produktionssteuerung ist der verbesserte Einsatz der Produktionsanlagen, was sich insbesondere in einem verringerten Energieverbrauch zeigen soll. "Ich freue mich sehr, dass die Deutsche See als Mitglied der Partnerschaft Umwelt Unternehmen die Entwicklung von Umweltinnovationen in Bremerhaven vorantreibt und den CO2-Ausstoß zukünftig noch weiter reduzieren wird", sagte Dr. Diana Wehlau, Referatsleiterin im Umweltressort bei der Übergabe der PFAU-Zuwendungsbescheide an die Verbundpartnerinnen.

Die Bremerhavener Fischmanufaktur ist nationaler Marktführer bei der Weiterverarbeitung und Vermarktung von Fisch und Meeresfrüchten. Sie beliefert mehr als 35.000 Kundinnen und Kunden aus Lebensmitteleinzelhandel und Gastronomie. Zum Qualitätsmerkmal des Betriebs gehört, dass der Nachhaltigkeitsgedanke die gesamte Wertschöpfungskette durchzieht: Vom bestandserhaltenden Fischfang über eine ressourcenschonende Verarbeitung bis hin zu klimaneutralem Transport. So besteht die Fahrzeugflotte aus emissionsarmen LKW, Kühlaufbauten sind FCKW-frei. Die Betriebsgebäude verfügen über Wärmerückgewinnungssysteme und energieeffiziente Kältetechnik. "Nachhaltigkeit ist ein Anliegen, das wir bei Deutsche See alle teilen. Deshalb ist die Verantwortung für den nachhaltigen Umgang mit Fisch- und Meeresressourcen ein zentraler Punkt unserer Unternehmenspolitik", so Ulrich Grewe, Geschäftsführer der Deutschen See GmbH. "Dabei bietet die Digitalisierung große Chancen für die nachhaltige Entwicklung und den Klimaschutz. Wir freuen uns, dieses Thema zusammen mit unseren wissenschaftlichen PartnerInnen mit der Unterstützung des Umweltressorts zu bearbeiten."

Im Rahmen der Sonderausschreibung "Unternehmen + Wissenschaft = Umweltinnovationen 2019" hat das Umweltressort erstmalig erweiterte Förderbedingungen im Programm PFAU für forschungsintensive Innovationsprojekte von Unternehmen im Land Bremen angeboten. Ziel dieser Ausschreibung war, Anreize für die Entwicklung, Anwendung und Verbreitung von Umweltinnovationen zu geben, die direkt oder indirekt zu positiven Auswirkungen für die Umwelt führen. Dabei sollen insbesondere der sparsame Einsatz von Materialien und Energie, die Vermeidung bzw. Verminderung von Emissionen, Abfall und Abwasser bzw. die Wiederverwertung eingesetzter Materialien unterstützt sowie die Voraussetzungen für den Einsatz produktionsintegrierter Umweltschutztechniken geschaffen werden.