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  • 2019-04-30 Nebenbei klimafreundlich mit Green Nudging

Nebenbei klimafreundlich mit Green Nudging

Ein zentraler Faktor beim Verbessern der Energie- und Klimabilanz in Unternehmen ist das Verhalten der Mitarbeitenden im Alltag. Wie auch im privaten Umfeld, weiß eine Belegschaft um die Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen, ändert aber aus verschiedenen Gründen nicht zwingend das eigene Verhalten. Wie dafür Anreize geschaffen werden können, will das Projekt "Green Nudging" mit Fördermitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums ergründen.

"Nudging" ist ein verhaltensökonomisches Konzept, dessen Begründer Richard Thaler 2017 den Wirtschaftsnobelpreis erhielt. In dem Projekt geht es nun darum, dieses Konzept zum Schutz des Klimas zu nutzen und dafür individuell gestaltete Maßnahmen in Unternehmensstrukturen zu entwickeln. Die sogenannten "Nudges", also die Maßnahmen, die zum klimafreundlichen Handeln verleiten, sollen nach der Pilotphase im besten Fall bundesweit Nachahmung finden. Zehn Unternehmen aus Bremen und Bremerhaven werden von energiekonsens und dem wissenschaftlichen Institut ConPolicy aus Berlin bei der Pionierarbeit auf diesem Gebiet unterstützt und analysiert. Mit dabei sind auch unsere Mitglieder ATLANTIC Hotel Sail City, Kleintierklinik Bremen, Sonnentracht, Deutsche See, Eurogate, abat und AOK. "Dabei springt für die Unternehmen weitaus mehr heraus, als das bloße Energie sparen", weiß energiekonsens-Geschäftsführer Martin Grocholl: "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in Veränderungsprozesse eingebunden und tragen aktiv zur Corporate Social Responsibility des Unternehmens bei. Die gewonnenen Erkenntnisse in der Prozessoptimierung können auch in anderen Unternehmensbereichen angewandt werden."

Nach einer einjährigen Pilotphase wird es eine weitere Erprobungsphase in Bremen, Dresden und Heidelberg geben.
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