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  • 2018-12-04 "Tief Luft holen in fünf Weltmetropolen!"

"Tief Luft holen in fünf Weltmetropolen!"

Foto der AUsstellung, JPG, 78.3 KB
Willkommen in Peking! Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen einen Eindruck davon, welches Ausmaß die Luftverschmutzung in einer Weltmetropole angenommen hat.

Bejing, New Delhi, Sao Paulo, London, Trondheim – die Luft dieser fünf Weltmetropolen lässt sich vom 9. November bis zum 9. Dezember 2018 vor dem Klimahaus in Bremerhaven im Rahmen der Ausstellung „Pollution Pods“ fühlen, schmecken und riechen. Das PUU-Mitglied präsentiert fünf miteinander verbundene geodätische Kuppeln aus norwegischem Holz und biologisch abbaubaren Kunststoffmembranen, die sich in wenigen Schritten durchlaufen lassen und eine Bandbreite von trockenen und kalten bis hin zu heißen und feuchten Orten bereithalten. Die beeindruckende Darstellung der Luft- und Klimaverschmutzung an verschiedenen Orten der Welt unterstreicht die Dringlichkeit eines beherzten Handelns für das Klima und gibt den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich auf wichtige Fragen zur Zukunft unserer Erde einzulassen.

Tiefer in die Thematik einsteigen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung "Tief Luft holen in fünf Weltmetropolen!", die Umwelt Unternehmen zusammen mit dem Klimahaus, RENN.nord und BIS Bremerhaven am 27. November durchführte: Nach einem Rundgang durch die Kuppeln bildeten wissenschaftliche Erläuterungen von Dr. Maria Dolores Andrés Hernández zum Forschungsprojekt EMeRGe den passenden Rahmen für eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik. Am Institut für Umweltphysik der Universität Bremen läuft das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Burrows und misst mit einem hochmodernen Forschungsflugzeug des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums die Luftbelastung in mehreren Mega-Cities weltweit. Der hohe Aufwand wurde ebenso deutlich wie die Notwendigkeit vorsichtiger Aussagen zu den Messwerten. Trotzdem die Endergebnisse des Projektes noch fehlen, ist klar, dass einmal in die Atmosphäre gelangte Emissionen Auswirkungen haben – sei es vor Ort oder in durch Luftströme erreichten anderen Regionen. Dr. Susanne Nawrath und Jens Tannenberg vom Klimahaus Bremerhaven diskutierten im Anschluss gemeinsam mit den Teilnehmenden, was sich aus den Erkenntnissen am Nachmittag für den Klimaschutz ableiten lässt. Die vergleichsweise gute Luft in Bremerhaven konnte sie nicht von der Überzeugung abbringen, dass es in Deutschland einer Mobilitätswende bedarf, um die globalen Auswirkungen regional zu verringern und eine Langzeitwirkung zu erreichen.

Übrigens: Aufgrund seines herausragenden Engagements für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wurde PUU-Mitglied Klimahaus Bremerhaven 8° Ost am 28. November als ausgezeichneter Lernort des UNESCO-Weltaktionsprogramms geehrt. Damit überzeugte die Bremerhavener Wissens- und Erlebniswelt die Fachjury in Bonn nach der ersten Auszeichnung 2016 bereits zum zweiten Mal.

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.klimahaus-bremerhaven.de

Exklusive Eindrücke der Ausstellung von Dennis Witthus