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  • 2020-11-26 Bremer „Bündnis für Mehrweg“ zieht nach zehn Monaten erstes Fazit

Bremer „Bündnis für Mehrweg“ zieht nach zehn Monaten erstes Fazit

Jahrestreffen mit Vorstellung von Aktivitäten und Aufnahme von zehn neuen Mitgliedern

Logo Bündnis für Mehrweg

Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und bieten viele Vorteile. Jedoch führen ein achtloses Konsumverhalten sowie die günstige Verfügbarkeit oft zu negativen Auswirkungen auf Tier, Mensch und Umwelt. Das Bremer „Bündnis für Mehrweg“ setzt sich seit Januar für die Reduzierung von Einwegprodukten und Verpackungen im Betrieb ein. Auf ihrem ersten Jahrestreffen ziehen die mittlerweile 21 Mitglieder eine Zehn-Monatsbilanz und tauschen sich in einer virtuellen Konferenz über materialintensive Verpackungen, alternative Mehrweglösungen sowie laufende und geplante Ideen, Aktionen und Projekte aus, die einen nachhaltigen Konsum unterstützen.

Foto von zwei Frauen während der Auftaktveranstaltung
Die Füllerei Findorff gehört zu den Gründungsmitgliedern des „Bündnis für Mehrweg“ und setzt erfolgreich Mehrwegsysteme zur Plastikvermeidung ein.

Im Fokus der Veranstaltung stehen neben der Neuaufnahme von zehn weiteren Bündnismitgliedern Aktivitäten wie beispielsweise die Kampagne „Essen in Mehrweg“ des BUND Landesverbands Bremen e.V. Der BUND berät gastronomische Betriebe bei der Einführung passgenauer Mehrweg-Takeaway-Lösungen in Ergänzung oder als Ersatz ihrer Einwegverpackung beim Essen Außerhaus. Das Angebot reicht von Infos zur Befüllung von persönlichen Mehrwegbehältern oder der Ausgabe von Behälterleihsystemen bis hin zur Aufklärung über Hygienebedingen, erläutert Antje Baum. Jürgen Schnier vom Klimazone Bremen-Findorff e.V. stellt das laufende quartiersbezogene Projekt zum Thema „Plastikarme Wochenmärkte“ vor.

Unter dem Motto „Wissenschaft für die Praxis“ präsentiert zum einen Prof. Dr. Imke Lang das neue Institut EcoMaterials – Nachhaltigkeit. Rohstoffe. Prozesse an der Hochschule Bremerhaven, zum anderen stellt Prof. Dr. Martin Wittmaier die Aufgaben des Instituts für Energie und Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Bremen vor. Guido Ketschau von der BIS (Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH) klärt über die Fördermöglichkeiten „Mehrweg“ durch das Programm zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken (kurz PFAU) auf.

Hildegard Kamp, Abteilungsleiterin Umweltwirtschaft, Klima- und Ressourcenschutz, hat für das Umweltressort das „Bündnis für Mehrweg“ mit initiiert und freut sich über den regen Zuspruch beim ersten virtuellen Jahrestreffen. Sie zieht ein positives Fazit des noch jungen Bündnisses: „Wir bringen hier Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Unsere Bündnismitglieder sind eine wichtige Schnittstelle zwischen Forschung und Anwendung. Nur mit ihnen gemeinsam können neue Lösungen gefunden und die kontinuierliche Reduzierung des Plastikkonsums gewährleistet werden. Unsere Initiative ‚Mehrweg‘ ist ein weiterer Baustein zur Unterstützung dieses Wandels.“

Dem Bündnis beitreten können Unternehmen, die eine Strategie zur Reduzierung von Einwegprodukten vorweisen können, die bereits Maßnahmen zum Verzicht auf Einwegprodukte bzw. -produktgruppen umgesetzt haben und Mehrweglösungen zum Beispiel durch Preisdifferenz unterstützen oder an Aktionen teilnehmen, die zur Reduzierung von Kunststoffen in der Umwelt beitragen.

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