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  • 2020-01-30 Umwelt- und Klimaschutz erfolgreich kommuniziert

Umwelt- und Klimaschutz erfolgreich kommuniziert

Eigentlich wissen wir, dass großer und schneller Handlungsbedarf in Sachen Klima- und Umweltschutz besteht, denn Themen wie Klimaschutz und Klimawandel im allgemeinen sind spätestens seit Greta Thunberg und der Fridays for Future-Bewegung in allen Teilen der Gesellschaft angekommen. Dennoch führt dieses Wissen um die Dringlichkeit bei vielen Menschen nicht zum Umdenken und Handeln. Warum ist das so? Und was bedeutet das für die Kommunikation in Betrieben, die Klima- und Umweltschutzmaßnahmen einführen und umsetzen wollen?

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Karin Lang, Geschäftsführerin von Sonnentracht, berichtete den Teilnehmenden von den Nachhaltigkietsaktivitäten des Unternehmens.

Diesen Fragen widmete sich der Arbeitskreis Kommunikation und PR bei Mitgliedsunternehmen Sonnentracht. Unter dem Titel "Umwelt- und Klimaschutz erfolgreich kommuniziert" präsentierte ecolo – Agentur für Ökologie und Kommunikation zunächst aktuelle Erkenntnisse aus der Kommunikationsforschung und gab wertvolle Tipps aus der PR-Praxis. Karin Lang, Geschäftsführerin von Sonnentracht, stellte anschließend das Unternehmen und dessen Umwelt- und Nachhaltigkeitsaktivitäten vor. In Gruppen erarbeiteten die rund 40 Teilnehmenden im zweiten Teil der Veranstaltung welche Maßnahmen und Aktionen in ihren Unternehmen umgesetzt werden können, vor welchen Herausforderungen sie in diesem Zusammenhang stehen und was für Treiber bei der Klimakommunikation im Betrieb existieren.

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In Kleingruppen tauschten sich die Unternehmen zu möglichen Aktionen für mehr Nachhaltigkeit im Betrieb aus.

Eine gute halbe Stunde saßen die Teilnehmenden in Gruppen zusammen und tauschten sich angeregt über bereits erfolgte Aktionen und neue Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Betrieb aus. Neben technischen Maßnahmen wie dem Energiecontrolling, der Einführung eines Umweltmanagementsystems oder der Installation von PV-Anlagen auf dem Firmendach beschäftigten sich Netzwerkmitglieder und interessierte Unternehmen mit der Frage, wie man die Belegschaft oder auch Kolleginnen und Kollegen mit ins Boot holen kann. Neben Workshops und Schulungen für Mitarbeitende und Auszubildende sowie Aktionstagen und sogenannten Green-Meetings oder Umwelt-Talks konnten sich die Teilnehmenden konkrete Projekte zur Mülltrennung und die Sensibilisierung von Lieferanten vorstellen. Auch Fahrgemeinschaften oder spezielle Mehrweg-Angebote für die Mittagspause kamen zur Sprache. Herausforderungen sahen die Teilnehmenden unter anderem im Bereich fehlender zeitlicher und finanzieller Kapazitäten und das Fehlen persönlicher Anreize. Oftmals sei es schwierig, alle Mitarbeitenden mitzunehmen und innere Widerstände aufzulösen. Als Treiber oder auch Motivationsfaktoren wurde der spielerische Umgang mit den Themen Klima- und Umweltschutz sowie die Entwicklung positiver Zukunftsszenarien genannt. Darüber hinaus ist es hilfreich, ein Gemeinschaftsgefühl durch gemeinsame Aktionen zu erzeugen und an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen zu appellieren. Einen ersten Impuls für die Umsetzung konkreter Maßnahmen in 2020 kann die SDG-Challenge geben, die Désirée Diering von RENN.nord anschließend vorstellte. Mit der Challenge möchte sie Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes aufrufen, sich mit verschiedenen Aktionen für mehr Nachhaltigkeit im Betrieb zu beteiligen.

Unser Fazit zum Schluss: Es gibt ein Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz in Deutschland auf dem wir aufbauen können und es gibt Gleichgesinnte in den Unternehmen, mit denen wir gemeinsam an einem Strang ziehen können. In diesem Sinne bedanken wir uns herzlich bei unserem Gastgeber Sonnentracht und freuen uns auf den nächsten Arbeitskreis der Partnerschaft Umwelt Unternehmen.