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  • 2017-08-14 Gelungener Aktionswochenauftakt: Die PUU diskutiert, wie wir in Zukunft leben wollen.

Gelungener Aktionswochenauftakt: Die PUU diskutiert, wie wir in Zukunft leben wollen.

Bremens Umweltsenator Dr. Joachim Lohse begrüßt das Publikum der Fishbowl-Diskussionsrunde, jpg, 57.2 KB
Bremens Umweltsenator Dr. Joachim Lohse begrüßt das Publikum der Fishbowl-Diskussionsrunde zum Thema ressourcenleichtes Leben.

Den Auftakt der Aktionswochen bildete am 10. August eine "Fishbowl"-Diskussionsrunde zum Thema "Ressourcenleichtes Leben" mit renommierten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Forschung. Nach den einleitenden Worten von Bremens Umweltsenator Dr. Joachim Lohse und einem Vortrag von Prof. Dr. Christa Liedtke, Leiterin der Forschungsgruppe "Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren" am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, diskutierten sie mit Dr. Günther W. Diekhöner, Geschäftsführender Gesellschafter der DD Die Denkfabrik Forschungs und Entwicklungs GmbH wie auch Präsident des Industrie-Club Bremen e.V., und Dr. Dirk Asendorpf, Wissenschafts- und Umweltjournalist u.a. für Die Zeit, SWR, Deutschlandfunk über ein "ressourcenleichtes Leben" und seine Herausforderungen. Das Publikum konnte sich im Rahmen der bewusst offen gestalteten Veranstaltung aktiv einbringen. Dass dies ein Thema ist, dass Unternehmen genauso wie Politik, Wissenschaft und private Haushalte betrifft, wurde im Gespräch schnell deutlich. Die Perspektiven wechselten, die Ansichten waren teilweise kontrovers.

Die Fishbowl-Diskussionsrunde aus Vogelperspektive, JPG, 77.3 KB
Wie wollen wir in Zukunft leben? Bei der offenen Diskussionsrunde zu diesem Thema war vor allem die Teilnahme der Gäste gefragt.

Wie wollen wir in Zukunft leben und wie können wir unseren Konsum nachhaltig gestalten? Diesen Fragen ging Prof. Dr. Christa Liedtke in Ihrem Einführungsvortrag nach. Es geht vor allem darum, unseren Ressourcenkonsum zu reduzieren – sei es im Bereich Wohnen, Ernährung, Mobilität oder bezogen auf unser Freizeitverhalten. Für eine solche "Dematerialisierung" braucht es Unternehmen, die nachhaltige Produkte und Dienstleistungen entwickeln und weitsichtige Konsumentinnen und Konsumenten, die diese nachfragen. So gibt es vor allem im Konsumbereich hohe Potenziale. Die Umsetzung stellt Politik und Gesellschaft jedoch weiterhin vor eine große Herausforderung. Dass Ressourcenkonsum eng verbunden ist mit den unterschiedlichen Lebensstilen der Bevölkerung hat die Forschungsgruppe anhand von detaillierten Befragungen und Nutzerbeobachtungen herausgefunden: Der Ressourcenverbrauch pro Kopf steigt signifikant mit dem ausgabefähigen Einkommen des Haushalts.

Dass die Verantwortung jedoch nicht allein bei den privaten Verbraucherinnen und Verbrauchern liegt, wird im weiteren Verlauf der Diskussion schnell deutlich. In Bezug auf eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise müssen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft an einem Strang ziehen. So sind Fördermittel, Einspareffekte oder Steueranreize beispielsweise Faktoren, die die Bereitschaft, in nachhaltige Produkte zu investieren, maßgeblich beeinflussen können. Letztendlich kann Veränderung nur im Zusammenspiel aller erfolgen.

Weitere Highlights, alle Informationen und Anmeldung zu den Veranstaltungen der Aktionswochen "Wir sind AKTIV im Umweltschutz" unter www.umwelt-unternehmen.bremen.de und im Programmheft (pdf, 2.7 MB).

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