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  • 2016-04-25 Flotte von PUU-Mitglied bremenports wird ökologisch modernisiert

Flotte von PUU-Mitglied bremenports wird ökologisch modernisiert

LNG-betriebene Baggergutschute "greenports 1" vom Stapel gelaufen

Der Stapellauf der LNG-betriebene Baggergutschute greenports 1, JPG, 47.3 KB
(c) bremenports

Der Hafendienstleister bremenports wird ab Herbst das vermutlich erste Arbeitsschiff eines europäischen Seehafens in seine Flotte aufnehmen, das mit dem umweltfreundlichen Treibstoff Flüssigerdgas (LNG, Liquefied Natural Gas) angetrieben wird. Es soll regelmäßig Hafenschlick aus Bremerhaven zur Baggergutdeponie Bremen-Seehausen transportieren. Ende März lief das Schiff bei der Werft Shipyard Constructions Hoogezand Nieuwbouw in Foxhol, Provinz Groningen, vom Stapel.

Die Flotte der bremenports-Schiffe wird derzeit ökologisch modernisiert, denn die Bremer Landesregierung und bremenports setzen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Hafenbetrieb. Die Emissionen der Schifffahrt vor Ort zu reduzieren, gehört deshalb zur greenports-Strategie. LNG biete eine umwelt- und klimaschonende Alternative zu herkömmlichen Treibstoffen, denn der Ausstoß von Schwefeloxiden und Feinstaub lässt sich dadurch vollständig vermeiden. Die Stickoxidemissionen werden um etwa 85 Prozent verringert, und klimaschädliches Kohlendioxid immerhin um etwa 20 Prozent.

Noch sieht der Neubau, der auf den Namen "greenports 1" getauft werden soll, nur entfernt nach einem Schiff aus und lief vorerst ohne Aufbauten, Maschinen und andere Anlagen vom Stapel. Die Antriebsanlage (gas-diesel-elektrisch) muss vor dem Einbau erst noch beim Motorenlieferanten Sandfirden getestet werden. Es geht dabei um die optimale Abstimmung zwischen den Energieerzeugern (zwei Gasmotoren, ein Dieselmotor, ein Batteriepaket aus zehn einzelnen Blöcken), dem Antrieb und der Bordelektronik.

LNG als umweltfreundliche Antriebstechnik ist im Schiffbau bisher noch ein Nischenmarkt. Der Bau der Schute für die bremischen Häfen ist von daher ein wichtiges Signal für den Markt. Derzeit werden die beiden Tanks, die jeweils sechs Kubikmeter Flüssigerdgas fassen, in Asien hergestellt und voraussichtlich im Juni eingebaut. Die Erstbetankung soll wenig später auf der Werft erfolgen. Zudem wird bremenports die Besatzungen zusätzlich schulen lassen, denn dies ist bei LNG-betriebenen Binnenschiffen vorgeschrieben.