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Interview mit Kai Sander zum neuen Förderschwerpunkt Energieeffizienz und Umweltschutz

Die Bremer Aufbau-Bank GmbH (BAB) ist offizieller Kooperationspartner von „Umwelt Unternehmen“. Und das nicht ohne Grund: Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven hat sich „grünen Themen“ verschrieben und will zukünftig verstärkt nachhaltiges Wirtschaften unterstützen. Ein Programm, das sich dazu gut eignet, ist der so genannte Mikrokredit.

Kai Sander, Prokurist und Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung bei der BAB sowie Ansprechpartner für PUU-Mitglieder, erklärt, was genau sich hinter diesem Begriff verbirgt.

Herr Sander, an wen richtet sich der Mikrokredit und was unterscheidet ihn von anderen Finanzierungsangeboten?

Kai Sander: Mit dem Programm sprechen wir ausschließlich Kleinunternehmer und Existenzgründer an. Sie können direkt bei uns – und nicht wie sonst üblich über die Hausbank – einen Förderkredit beantragen. Wir stellen die gewünschten Mittel zu günstigen Konditionen bereit. Bei einer Fördersumme von 25.000 Euro beträgt der Zinssatz 4,5 %, bei 50.000 Euro liegt er bei 3,5 Prozent. Hervorzuheben ist außerdem, dass wir den Mikrokredit eben nicht nur nach dem Gesichtspunkt vergeben, ob ein unternehmerisches Vorhaben gute Erfolgsaussichten hat. Ein wesentliches Kriterium ist für uns, dass ein Nachhaltigkeitsgedanke dahinter steht und auch, dass durch dieses Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen werden.

In welchen Branchen wird das Angebot denn besonders häufig in Anspruch genommen?

Kai Sander: Bislang haben wir überwiegend Handwerksbetriebe unterstützt, obwohl der Mikrokredit für den Kioskbetreiber um die Ecke genauso interessant sein dürfte wie für IT-Dienstleister, Köche oder Ingenieure. Ebenfalls auffallend ist, dass 95 Prozent der Gesamtsumme, die über diesen Förderkredit bei uns abgerufen wird, an Start-ups geht. Wir sind nun dabei, Kleinunternehmer auf das Programm aufmerksam zu machen und ihnen zu signalisieren: Wir fördern Eure Projekte in den Bereichen Energieeffizienz und Umweltschutz! Denn darauf liegt unser Schwerpunkt.

Führte dieser auch zum Engagement ihrer Bank in der PUU?

Kai Sander: Das Land Bremen hat sich das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben. Da sind wir als hiesige Förderbank natürlich in der Verantwortung, einen entsprechenden Beitrag zu leisten. Das können wir, indem wir den gewerblichen Bereich ermutigen und unterstützen, ökologisch sinnvolle Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. Als Kooperationspartner der Umweltinitiative sind wir nah dran an Unternehmen, die bereits grün denken und wollen mit ihnen gemeinsam neue Ideen anschieben.

Vielen Dank für das Gespräch!

 
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