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Jahresempfang 2016 von „Umwelt Unternehmen“ im Schnürschuh Theater

Beratung und Unterstützung in Sachen betrieblicher Umwelt- und Klimaschutz stehen im Vordergrund

die drei Neuen in den Reihen der Bremer Umweltpartnerschaft und die Gewinner des Prädikats „Klimaschutzbetrieb CO2-20“ bei ihrer Auszeichnung, jpg, 52.8 KB

Das Netzwerk „Partnerschaft Umwelt Unternehmen“ wächst auch in 2016: 168 vorbildliche Firmen aus Bremen und Bremerhaven, die sich in Sachen betrieblicher Umwelt- und Klimaschutz besonders hervor tun, sind mittlerweile Mitglied. Beim Jahresempfang im Schnürschuh Theater begrüßte Umweltstaatsrat Ronny Meyer die drei Neuen Albright Deutschland GmbH, DMK Deutsches Milchkontor GmbH und Velibre GmbH in den Reihen der Umweltpartnerschaft. Gleichzeitig zeichnete er die Reha-Klinik am Sendesaal und das Hotel Westfalia zu Klimaschutzbetrieben aus, weil sie ihren CO2-Ausstoß in den letzten fünf Jahren jeweils um mehr als 20 Prozent senken konnten.

Ronny Meyer, Staatsrat beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, betonte bei seinem Antrittsbesuch gegenüber den Partnerfirmen die Wichtigkeit von „Umwelt Unternehmen“ für das Land Bremen: „Nachhaltig handeln, Ressourcen schonen, Prozesse optimieren – das sind nur einige der Möglichkeiten für Unternehmen, sich für den Klimaschutz zu engagieren. Dabei rechnen sich die Einsparungen sowohl für das Klima als auch wirtschaftlich für die Unternehmen. Diese Potentiale gilt es zu heben, denn nachhaltige Unternehmen sind wichtige Partner für mehr Klimaschutz. Das Projekt ‚Umwelt Unternehmen‘ wird deshalb auch weiterhin durch das Umweltressort gefördert.“

Die Aufgabenschwerpunkte der Geschäftsstelle von „Umwelt Unternehmen“ liegen nach wie vor in der Beratung von Unternehmen zu allen Fragen rund um die Themenfelder Betrieblicher Umweltschutz, Biologische Vielfalt, soziale Verantwortung in Unternehmen sowie Energieeffizienz und Klimaschutz. Dazu besuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Unternehmen direkt vor Ort und beraten zum Einsatz von Umweltmanagementsystemen oder zu Förderangeboten und vermitteln gezielt Kontakte. Darüber hinaus informieren sie zu rechtlichen Anforderungen wie bspw. des Spitzenausgleichs oder des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Zudem berichten sie über Aktivitäten wie bspw. den Klimaschutzbetrieb und werben für die Teilnahme an der Umweltpartnerschaft.

Vorgestellt – die drei Neuen in der PUU und die zwei Klimaschutzbetriebe:

Die Albright Deutschland GmbH ist Hersteller von Schaltern und Akkubatterien für die Intralogistik und hat einen Ersatz für übliche Blei-Säure-Batterien entwickelt. Gegenüber der Blei-Säure- und Nickel-Cadmium-Akkumulatoren für Stapel- und Elektrofahrzeuge zeichnet sich die Batterie-Innovation auf Li-Ionen-Basis mit einer langen Lebensdauer und einem Wirkungsgrad von 95 Prozent aus. Dies ist eine Verbesserung von 25 Prozent gegenüber den traditionellen Akku-Technologien. Albright bietet mit diesem Produkt ein effizienteres, umweltfreundlicheres und sicheres Arbeiten in der Intralogistik und war damit für den Bremer Umweltpreis 2015 nominiert.

Die DMK Deutsches Milchkontor GmbH ist im Jahr 2011 aus der Fusion der NORDMILCH AG und der Humana Milch-Industrie GmbH hervorgegangen und ist nun Deutschlands größte Molkereigenossenschaft. Seit 2009 ist das Unternehmen DIN ISO 14001 zertifiziert und hat außerdem die Auszeichnung „Green-Company“ der DQS erhalten. Die DMK vertritt den Anspruch, nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu garantieren, sondern außerdem die Anforderungen ihrer Beschäftigten, der Gesellschaft, Natur und Umwelt zu erfüllen. Dafür veröffentlichte sie 2013 ihre Nachhaltigkeitsstrategie "DMK 2020: Unsere Milch. Unsere Welt." Ihr Ziel ist beispielsweise die Umweltbelastung an ihren Firmenstandorten zu minimieren, indem ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Themen Energie- und Wassereffizienz durch Schulungen und Gespräche sensibilisiert und die Eigenstromversorgung durch Biomasseheizwerke gesteigert werden. In der Landwirtschaft sollen bis 2020 nachhaltiger Anbau von Futtermitteln gefördert und dabei in regionalen Projekten die Biodiversität gestärkt werden.

Der Kaffeeproduzent Velibre GmbH hat eine komplett biologisch abbaubare Kaffeekapsel für Nespressomaschinen entwickelt und im Mai 2015 in den Markt eingeführt. Herkömmliche Kaffeekapseln bestehen aus Aluminium oder Kunststoff, in 2014 wurden allein sieben Milliarden Aluminium- und fünf Milliarden Kunststoffkapseln verkauft, die nicht biologisch abgebaut werden können und die Umwelt belasten. Verbraucht wurden dabei 7.000 Tonnen energieintensives Aluminium. Die Velibre-Kaffeekapseln hingegen zersetzen sich vollständig und können auf dem Heimkompost entsorgt werden. Die Verpackung der Kapseln besteht aus Biokunststoff bzw. recyceltem Papier für die Verpackung. Das Unternehmen steht für nachhaltigen Kaffeegenuss und war für den Bremer Umweltpreis 2015 nominiert.

Das Prädikat „Klimaschutzbetrieb CO2-20“ erhielten die Reha-Klinik am Sendesaal zum ersten Mal und das Hotel Westfalia bereits zum fünften CO2-Ausstoßes um über 20 Prozent. Im Hotel Westfalia führte ergänzend ein Maßnahmenmix – wie die Abschaffung der Minibars, energiesparende Fernseher, der Umbau der Beleuchtungsanlage auf LED-Technik, neue Fenster, eine Photovoltaik-Anlage sowie die Dämmung der Fassade und des Daches zu den enormen Kohlendioxideinsparungen.