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Bremer Umweltpreis 2005

Fotokatalyse-Verfahren von prosys° gewinnt Bremer Umweltpreis 2005

Dr. Cornelis Rasmussen

Umweltsenator Jens Eckhoff verlieh am 18. Oktober den diesjährigen Preis an die Geschäftsführer Dr. Ralf Guder und Dr. Michael Kruse, deren Fotokatalyse-Verfahren zur Abwasserbehandlung sich am Ende gegen die sieben weiteren Nominierten durchsetzte. Den zweiten Platz belegte der Frisörbetrieb Lipp + Langeworth mit seinem gesamtökologischen Geschäftskonzept. Den Sonderpreis Energie teilten sich die Unternehmen Rohm and Haas Deutschland GmbH für ihre produktionsintegrierte Lösemitterückgewinnungsanlage LÖRG und die WindForce GmbH aus Bremerhaven für ihren Lichtwellen-Sensor FIBRADAPT.

Das Ambiente der in diesem Jahr erneut in Kooperation mit i2b stattfindenden Preisverleihung konnte passender nicht gewählt sein: die Montagehalle der 5 MW Multibrid-Windenergieanlage bei der MWB Motorenwerke Bremerhaven AG wurde zur Bühne der mit Spannung erwarteten dritten Vergabe des Bremer Umweltpreises. Vor über 300 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung diskutierte vorab eine von den i2b-Veranstaltern geladene Expertenrunde über die Zukunft der regenerativen Energiewirtschaft.

Preisverleihung 2005Preisverleihung 2005Alex WinchPreisverleihung 2005
Prof. Dr. Ursula M. Staudinger
Dr. Fritz Brickwedde

"Das Umweltengagement der vier Preisträger ist vorbildlich und bestätigt die Vorreiterrolle Bremens und Bremerhavens in Sachen innovativer Technologien und Dienstleistungen", betonte Jens Eckhoff, Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, dessen Ressort die von der Bremer Aufbau-Bank GmbH gestiftete Umweltauszeichnung vor drei Jahren initiiert hatte. "Mit 41 Bewerbungen ist der Bremer Umweltpreis einer der erfolgreichsten Wettbewerbe des Landes", fügte Senator Eckhoff an, denn nach der internationalen Ausrichtung in 2004 war der Umweltpreis in 2005 wieder auf regionaler Ebene ausgeschrieben. Herausragende, freiwillige Unternehmensaktivitäten, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen, wurden prämiert.

Acht Bewerber waren letztlich ins Finale eingezogen und präsentierten ihre Innovationen am Morgen der Preisverleihung vor der neunköpfigen Jury, zusammen gesetzt aus Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt. Diese diskutierte bis in den Nachmittag und kürte dann die Preisträger. "Die Entscheidung ist uns wirklich nicht leicht gefallen", so Dr. Ingrid Voigt, stellvertretende Geschäftsführerin des bundesweiten RKW Dachverbandes (Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Dt. Wirtschaft), "bestimmt haben alle eine Auszeichnung verdient, denn die Maßnahmen jeder Bewerbung zeugen von unternehmerischer Weitsicht und Umweltverantwortung." Johann Färber, Geschäftsführer der Bremer Aufbau-Bank GmbH, die den Umweltpreis seit 2003 finanziell ermöglicht, beglückwünschte die Nominierten: "Ich gratuliere allen, die es bis ins Finale geschafft haben und besonders den Gewinnern. Die Bewerberzahlen machen deutlich, dass der Bremer Umweltpreis Unternehmen motiviert, sich für eine nachhaltige Entwicklung und den Wirtschaftsstandort Bremen einzusetzen."

Klima schützen lohnte sich doppelt: Der Sonderpreis "Energie"

 

Beim diesjährigen Wettbewerb lag ein zusätzliches Augenmerk auf Projekten, die sich neben ihrem generellen Wert für den Umweltschutz durch eine effiziente und sparsame Energienutzung auszeichnen. Diese besondere Leistung wurde von der Bremer Energie-Konsens GmbH honoriert. "Energie so umweltfreundlich und effizient wie möglich einzusetzen, ist eine der wesentlichen Herausforderungen, vor der Unternehmen schon heute und künftig verstärkt stehen. Mit dem Sonderpreis "Energie" wollen wir Firmen unterstützen, die diese Entwicklung erfolgreich voranbringen", so Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur.

Preisverleihung 2005Preisverleihung 2005
 

Der Sonderpreis Energie wurde von der Jury in zwei Kategorien geteilt und zusätzlich auf insgesamt 15.000 Euro aufgestockt. Im Bereich "Regenerative Energien" erhält die WindForce GmbH die Auszeichnung. Preisträger im Bereich "Energieeffizienz-Steigerung" ist die Rohm and Haas Deutschland GmbH. „Die Projekte der beiden Preisträger zeigen, dass es möglich ist, Energie umweltfreundlich, effizient und darüber hinaus gewinnbringend einzusetzen", betonte Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Bremer Energie-Konsens, anlässlich der Preisübergabe.

Und noch etwas Neues: beim "Publikumstipp" konnte jeder mitmachen

 

Ganz nach dem Wettbewerbsmotto "Umwelterfolge sichtbar machen" wurden die Finalisten des Bremer Umweltpreis 2005 in der Schlussphase auch den Bürgerinnen und Bürgern des Landes präsentiert - und zwar in den Schaufenstern von Karstadt Bremen: Alle waren aufgerufen zu tippen, wer Preisträger des Jahres 2005 wird. Unter den Teilnehmenden mit dem richtigen Publikumstipp wurden attraktive Sachpreise verlost.