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Blech, Backfisch und Broschüren

 

Der Umweltsenator und die Staatsrätin freuten sich, drei weitere Unternehmen willkommen zu heißen, die vorbildlichen Umweltschutz praktizieren. Die Neumitglieder reihen sich ein in den immer größer werdenden Kreis Bremer und Bremerhavener Betriebe, die mehr tun für die Umwelt, als das Gesetz verlangt. "Umweltschutz kann von jedem Unternehmen - egal welcher Größe oder Branche - praktiziert werden. Es ist eben längst kein Nischenthema mehr für eine so genannte Umweltwirtschaft. Ökologisch sinnvoll zu wirtschaften zahlt sich heute für fast jede Branche auch ökonomisch aus. Genau das machen die drei neuen Partner erfolgreich vor", sagte Umweltsenator Loske.

Umweltschutz mit System - das neue Trio vorgestellt

 

Die ASCO STURM DRUCK GmbH etwa produziert Broschüren, Prospekte, Bücher, Kalender, Displays und Präsentationsobjekte konsequent nach einem Umweltprogramm. Darin sind Richtlinien für eine kontinuierliche Verbesserung aller Arbeitsprozesse unter ökologischen Gesichtspunkten festgelegt - vom Materialeinsatz über Logistikdienstleitungen wie Versand und Lagerung bis hin zur Dokumentation von Stoff- und Energieströmen. Zudem ist die Schulung der Beschäftigten für umweltbewusstes Handeln Teil der Unternehmenspolitik. Für ihr Engagement wurde ASCO - eine Tochter des Druck- und Verlagshauses Friedr. Schmücker GmbH in Löningen - im Januar 2007 nach DIN ISO 9001:2000 und EMAS zertifiziert.

Auch die zur Iglo-Gruppe gehörende Frozen Fish International GmbH, die jährlich circa 80.000 Tonnen Fischfertigprodukte wie die beliebten Fischstäbchen und das Schlemmerfilet herstellt, arbeitet nach einem Umweltmanagement-System gemäß DIN ISO 14001. Ein Schwerpunkt liegt auf der ressourcenschonenden Produktion und Verpackung der Fischgerichte. Damit verbunden sind jährliche Zielsetzungen und regelmäßige Kontrollen für den Verbrauch von elektrischer Energie, Wasser und Dampf sowie für das Abfallaufkommen und die Recyclingquote. Um negative Umwelteinflüsse zu verringern, setzt der Betrieb auf innovative Lösungen: So wurde das Verfahren der Kaltverbrennung eingeführt, mit dem sich Geruchsstoffe in der Friteusenabluft reduzieren lassen. Dieses Verfahren erfordert nur einen Bruchteil der Energie, die bislang durch die herkömmliche thermische Nachverbrennung nötig war: Der Verbrauch reduziert sich um ca. 90 Prozent.

Das Familienunternehmen Rabba Blechverarbeitung GmbH mit zehn Beschäftigten hat das auf die Bedürfnisse kleinerer Unternehmen zugeschnittene Umweltmanagement-System EcoStep installiert. Und das System zeigt große Wirkung: Bei der Herstellung von Blechteilen für Industrie und Handel sowie beim Maschinenbau wird umweltfreundlich getrennt, geformt, gefügt und angewendet. Ein Beispiel: Beim Verfahren des Laserschneidens nutzt das Unternehmen die Abwärme der Anlagen zum Heizen und Aufbereiten von Warmwasser. Außerdem kommen bei dem Metallverarbeiter bevorzugt Mehrwegverpackungen zum Einsatz; selbst Einwegverpackungen werden mehrfach genutzt. So lassen sich die Kosten für Energie und Abfall deutlich reduzieren.